4 Fragen

Ich habe 4 Fragen, zu denen mich Deine Antworten sehr interessieren.
Ich habe Antwortmöglichkeiten angegeben, für alle die wenig Zeit haben.
Wer nicht viel schreiben möchte, kann z.B. einfach so antworten:
Frage 1 Antwort b und e, Frage 2 Antwort d usw.
Wer mehr Zeit hat, kann natürlich auch eine ausführliche Antwort schreiben.
Ich freue mich über Deine Rückmeldungen – bitte per Email an
stefan@bernauers.de.

Frage 1 – gute Informationsquellen:

Worum es geht:
Die Frage ist der Dreh- und Angelpunkt vieler Auseinandersetzungen:
Woher wissen wir eigentlich, dass wir gut informiert sind? Was sind eigentlich gute Informationen? Gibt es seriöse und unseriöse Quellen?
Darüber könnte man stundenlang streiten und Bücher drüber schreiben – aber um eine tiefschürfende Diskussion geht es hier ausdrücklich nicht.
Ich möchte nur die „Richtung“ in der Du denkst wissen – also
Frage1:
Was sind für Dich gute Informationsquellen?

Du kannst mehreren Antwortmöglichkeiten zustimmen, oder noch eigene hinzufügen.

Antwortmöglichkeiten zu 1:

a) Politiker sind gute Informationsquellen
b) Die Nachrichten (z.B. Tagesschau, Heute, Zeitungen) sind gute Informationsquellen
c) Wissenschaftliche Organisationen sind gute Informationsquellen (z.B. WHO, Robert- Koch- Institut, ECDC)
d) Es gibt auch Youtube- Videos, die gute Informationen liefern
e) Ich entscheide von Fall zu Fall was für mich eine gute Informationsquelle ist.
f) Ich höre mir alles an und entscheide dann „aus dem Bauch heraus“.
g) Je mehr Wissen man über ein Thema hat, desto besser kann man gute Informationsquellen beurteilen.

Frage 2 – Robert- Koch Institut: Symptome

Worum es geht:
Im GrippeWeb vom RKI wird seit Jahren die Aktivität akuter Atemwegserkrankungen (sogenannte ARE = Akute respiratorische Erkrankungen, also z.B. Husten, Schnupfen, Grippe, Covid-19) in der Bevölkerung Deutschlands beobachtet. Dabei werden die Symptome abgefragt, die eben auch bei Covid-19 hauptsächlich auftreten.

Schaut Euch diese Grafik vom RKI bitte etwas genauer an:

Vergleich der für die Bevölkerung in Deutschland geschätzten ARE-Raten von der 1. bis zur 52. KW der Jahre 2018 bis 2020 sowie die COVID-19-Rate, dargestellt von der 1. KW bis zur 52. KW 2020 (Stand Meldedaten: 28.12.2020).
Die grauen, senkrechten Linien kennzeichnen den jeweiligen Beginn der Kontaktbeschränkungen aufgrund der COVID-19-Pandemie, zum einen seit der 12. KW 2020 (Beginn 16.03.2020), erneute Kontaktbeschränkungen seit der 45. KW 2020 (Lockdown „light“, Beginn 02.11.2020) und zum anderen die schärferen Kontaktbeschränkungen seit der 51. KW 2020 (Beginn 16.12.2020).

Es ist auffällig, dass wir Ende 2020 nur ca. ein Drittel der üblichen Anzahl von Erkrankungen verzeichnen und dass die COVID-19-Rate hierbei kaum in’s Gewicht fällt.

Das RKI gibt dafür in den FAQs entsprechend 2 Gründe an:

  • Die „Covid-19-Wellen“ (im März/April 2020 sowie im September/Oktober 2020) bilden sich bei GrippeWeb in den ARE- […] Raten bisher nicht ab, da sich die COVID-19-Fallzahlen noch in einer Größenordnung bewegen, die noch unterhalb des „syndromischen Radars“ liegt.
  • Hinzukommt, dass durch die Einhaltung der AHA(+L)-Regeln (Abstand halten, Hygiene beachten, Alltagsmaske tragen und Lüften) von vielen Bürgerinnen und Bürgern, ganz allgemein das Ansteckungsrisiko für viele Atemwegserkrankungen deutlich reduziert wird. Letzteres spiegelt sich in den im Vergleich zu den Vorjahren niedrigeren ARE- […] Raten wider.

Frage2:
Wusstest Du, dass der Anteil der COVID-19-Rate am üblichen Erkrankungsgeschehen im GrippeWeb so gering ist und wie interpretierst Du diese Zahlen?

Du kannst mehreren Antwortmöglichkeiten zustimmen, oder noch eigene hinzufügen.

Antwortmöglichkeiten zu 2:

a) Nein, das wusste ich nicht.
b) Ja, das war mir bekannt.
c) Die Zahlen zeigen, dass die Maßnahmen wirksam sind.
d) Die Zahlen (und die grauen senkrechten Linien s.o.) zeigen, dass die Maßnahmen immer erst dann beschlossen wurden, als die Zahlen bereits wieder am Sinken waren, also zu spät in Kraft gesetzt wurden.
e) Die Zahlen zeigen, dass wir ohne Maßnahmen mit ca. 3 mal so vielen ARE- Erkrankungen rechnen müssten – etwa wie in den Jahren zuvor, als es keine Maßnahmen gab.
f) Die Zahlen zeigen, dass wir ohne Maßnahmen mit ca. 3 mal so vielen COVID-19 Erkrankungen zu rechnen hätten – diese würden aber im GrippeWeb ebenfalls kaum in’s Gewicht fallen. (3 mal ca. 0,2% wären ja immer noch unter 1% – siehe Grafik)
g) Die Zahlen zeigen, dass die Maßnahmen niemals gestoppt werden sollten, denn so erkranken weniger Menschen.
h) Die Zahlen zeigen, dass die Maßnahmen allein durch die COVID-19 Erkrankungen nur schlecht begründet werden können.
i) Ich hab‘ keine Ahnung was diese Zahlen mir zeigen könnten.

Frage 3 – Sterblichkeit in Europa

Worum es geht:
Bei der Corona- Pandemie geht es ja weniger um die an bestimmten Symptomen erkrankten Menschen (darum ging es in Frage 2), sondern um das Verhindern von Toten.

EuroMOMO ist eine Webseite, auf der 27 Europäische Länder die Übersterblichkeit im Zusammenhang mit Influenza, Pandemien und anderen Bedrohungen der öffentlichen Gesundheit messen und sichtbar machen sollen.

Die Seite wird von der WHO (World Health Organisation) und der ECDC (European Centre for Disease Prevention and Control) unterstützt. Das sind also ganz offizielle und für jeden Europäer verfügbar gemachte Daten.

Dort finden sich folgende Grafiken zur Übersterblichkeit:

Demnach gab es in Deutschland in 2020 kaum eine substantielle Übersterblichkeit, jedenfalls weniger als 2018.
In Spanien und England, wo sehr harte, rigide Maßnahmen durchgesetzt wurden, gab es jedoch eine erhebliche Übersterblichkeit. In Schweden, mit den schwächsten Maßnahmen nur eine Übersterblichkeit im „Mittelfeld“.

Frage3:
Wie interpretierst Du diese Daten?

Du kannst mehreren Antwortmöglichkeiten zustimmen, oder noch eigene hinzufügen.

Antwortmöglichkeiten zu 3:

a) Diese Daten stehen im Widerspruch zur allgemeinen Berichterstattung.
b) Diese Daten zeigen, dass wir in Deutschland „Glück“ hatten.
c) Die Daten legen nahe, dass die Maßnahmen einen untergeordneten Einfluss auf die Übersterblichkeit haben.
d) Die WHO und die ECDC sollten EuroMOMO nicht mehr unterstützen, das sind doch bestimmt Fakenews.
e) Die Daten legen nahe, dass die Gefährlichkeit der Corona- Pandemie überbewertet wird. Wichtiger als ‚Maßnahmen der Kontaktbeschränkung‘ könnte beispielsweise ein gut funktionierendes Gesundheitssystem sein.
f) In meinem persönlichen Umfeld werden diese Daten kaum zur Kenntnis genommen.
g) Die 2. Welle wird wohl etwas überschätzt.

Frage 4 – Konsequenzen

Worum es geht:
Unabhängig davon, wie wichtig Dir diese Fragen erscheinen und wie Du sie beantwortest, interessiert es mich sehr, ob Du aus Deinen Erfahrungen 2020 Konsequenzen für Dich persönlich ableitest.

Frage4:
Ziehst Du persönlich Konsequenzen aus dem was Du im Zusammenhang mit Corona erlebt hast?

Du kannst, wie immer, mehreren Antwortmöglichkeiten zustimmen und natürlich noch eigene hinzufügen.

Antwortmöglichkeiten zu 4:

a) Leute, die solche Fragen stellen, sind für mich Covidioten. Solche Fakenews gehören verboten. Das RKI und die WHO sagen ganz andere Dinge als das was Du da vermutlich frei erfunden hast.
b) Ich glaube Du bist zu kritisch. Glaub‘ keiner Statistik, die Du nicht selbst gefälscht hast. Deine Fragen sind für mich bedeutungslos. Daher ziehe ich auch keine weiteren Konsequenzen.
c) Deine Fragen haben mir zu denken gegeben, aber ob ich daraus Konsequenzen ziehe, kann ich noch nicht sagen.
d) Ich würde mich gerne ausführlicher mit Dir unterhalten.
e) Ich sehe das Thema aus politischer und gesundheitlicher Perspektive kritisch, aber tun kann man da eh‘ nix.
f) Ich werde mein Wahlverhalten bei den nächsten Wahlen ändern, weil ich glaube, dass das einen Einfluss hat und sich etwas ändern sollte.
g) Ich würde gerne etwas sinnvolles tun, aber mir fällt nix vernünftiges ein.
h) Ich habe schon persönliche Konsequenzen gezogen, aber die gehen Dich nix an.

Ich würde mich wirklich über alle ehrlichen Antworten freuen – bitte per Email an stefan@bernauers.de – natürlich bekommt Ihr auch eine Rückmeldung von mir, es sei denn, Ihr schreibt rein, dass Ihr das nicht wollt. . .

Herzliche Grüße,

Stefan

Nachtrag vom 27.01.2021:
Nachdem ich 240 „Facebook- Freunden“ diese Fragen gestellt habe und bisher nur 1 Antwort erhalten habe, dürfte klar sein, dass dieses Thema ein heißes Eisen ist, beim dem die große Mehrheit am liebsten schweigt. Erstaunlich, wenn man bedenkt, dass jeder betroffen ist.

Ich schiebe noch eine Frage nach, falls das doch noch mal jemand liest und Lust hat zu antworten. . .
Es hätte mich auch zu dieser Frage sehr interessiert, wie die Leute denken:

Frage 5 – Intensivbetten:

Worum es geht:
Sieh‘ Dir die folgenden Daten an – Quelle

Frage 5:
Wie erklärst Du Dir, dass die Anzahl der belegten Betten das ganze Jahr über fast gleich geblieben ist, obwohl der Anteil der Covid 19 Fälle fast auf 6000 gestiegen ist und weshalb ist die Anzahl der freien Betten gesunken?

Ich gebe hier keine Antwortmöglichkeiten mehr vor, es antwortet ja sowieso niemand. . .
Falls Du das Dennoch irgendwann beantworten willst, schreib‘ mir einfach per Email wie Du das siehst.

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