Der Altenbacher Spielplatz

Dieser Artikel ist noch nicht fertig geschrieben – es kann noch Änderungen geben und auf jeden Fall kommt noch was dazu, denn das Thema wird erst beendet sein, wenn der Spielplatz saniert wurde. . .

Der Ausgangspunkt

Einige Altenbacher Bürgerinnen machten bereits im Frühjahr 2018 die Stadt darauf aufmerksam, dass der „heruntergekommene“ Spielplatz am Zehntberg seit Jahren ein drängendes Problem ist. Unter anderem sammelten sie Unterschriften z.B. auf der Altenbacher Kerwe 2018.
Es ist einerseits schade, dass es so weit kam, dass man erst Unterschriften sammeln muss, bevor sich etwas tut,
andererseits ist es ein tolles Beispiel dafür, dass es sich lohnt, wenn Bürger etwas tun, denn es kam Bewegung in die Sache.

Vielleicht gelang das auch deshalb, weil Schriesheim Spielstadt werden sollte? Darüber berichtete die RNZ am 30.09.2018.
In diesem Zusammenhang gelang es Rolf Schwarz, Professor für Bewegungspädagogik an der PH Karlsruhe, mit der Stadtverwaltung zusammen, das Projekt „Spielplatz Mozartstrasse“ in Angriff zu nehmen.
Dazu gab es am 4. Oktober 2018, einen Infoabend im großen Sitzungssaal des Rathauses für alle Anwohner zwischen Rindweg, Mozartstraße und B 3. Dort konnten sich die Besucher einbringen. Vorbildlich.
Behalten wir das mal im Hinterkopf. . .

Erste öffentliche Begehung

Der für den Spielplatz Mozartstraße bereits aktive Rolf Schwarz, kam als Fachmann für Spielplätze im November 2018 zu einer öffentlichen Begehung nach Altenbach und bestätigte, dass hier einiges getan werden könnte und sollte.
Die Bereitschaft der Stadt etwas zu tun war geweckt – jedoch die Planung geriet in’s Stocken.

Altlasten

Wie inzwischen öffentlich wurde, sind bereits vor Jahrzehnten Fehler seitens der Stadt gemacht worden, die nun zu “völlig überraschenden“ Problemen führten:
Ein Teil des Spielplatzes gehört nämlich nicht der Stadt, sondern einem Altenbacher Bürger.
Seine Grundstücksgrenzen wurden damals in erheblichem Maße überbaut.
Er duldete die kostenlose Nutzung seines Grundes als Teil des Spielplatzes. Die Stadt hatte ihm 1995 einen separaten Weg zugesagt, der allerdings nie gebaut wurde und „so kam es zu der kuriosen ‚Lösung‘, dass er den Spielplatz überqueren musste.“ Quelle: RNZ vom 01.12.2020

Rein rechtlich müsste es für solche Fälle wohl einen „Gestattungsvertrag“ geben – aber vor Jahrzehnten (und bis vor kurzem) hat sich um solche Feinheiten niemand gekümmert. 
Jedenfalls ist nach heutiger Sicht dieses „Durchfahrtsrecht“ eine Gefährdung der Kinder und auch die Nutzung des privaten Grundstücks kann der Bürgermeister nach eigener Aussage nicht erlauben, da er sonst selbst Haftungsprobleme bekommt, falls einem Kind dort etwas passiert.
Das gleiche Problem sieht auch der Nachbar, wenn er dort durchfährt.
Eine Renovierung ohne Lösung dieser Problematik ist also nicht möglich.

Zweite öffentliche Begehung 24.10.2019

Gemeinderat Christian Wolf von den Grünen hatte am 24.10.2019 zu einer weiteren Begehung eingeladen.
Bürgermeister Höfer sollte die Problematik aus Sicht der Verwaltung den Eltern erklären.

Christian Wolf nutze die Chance, sich nach Jahren der Untätigkeit für den vernachlässigten Spielplatz zu engagieren.

Wer sich, wie die BgS, nicht nur für die Sache, sondern auch für die politischen Hintergründe interessiert, der wird sich fragen, warum es gerade Herr Wolf war, der zur 2. Begehung einlud.
Interesse am Spielplatz gab‘ es ja offensichtlich auch bei anderen Ortschaftsräten.
Beispielsweise sind Frau Malmberg- Weber und Herr Beckenbach auf dem Bild im RNZ Bericht vom 26.10.2019 gut zu erkennen.
Darauf werden wir noch zurückkommen.

Bei diesem Termin gab es unterschiedliche Sichtweisen bei einigen Bürgern und Herrn Höfer und Herrn Wolf.

(Ich erinnere mich auch deshalb so genau, weil ich bei beiden Treffen dabei war und mich mit den Initiatorinnen der Unterschriftenaktion und dem Nachbarn unterhalten habe. . .
Die unterschiedlichen Sichtweisen kenne ich zwar bei mehreren Bürgern, aber ich war nach meiner Wahrnehmung der einzige, der sie auch öffentlich formulierte, was Herrn Wolf zu der Frage brachte: „Warum honorieren sie unsere Bemühungen nicht?“
Die Frage ist unberechtigt. Ich honoriere Bemühungen, aber ich kritisiere es, wenn man Dinge verschweigt, oder vergisst, oder öffentlich einen falschen Eindruck erzeugt – auch darauf komme ich noch zurück. . . )

Während Höfer und Wolf meinten, die Probleme seien erst im März 2019 beim schon fortgeschrittenem Planungsprozess dem zuständigen Sachbearbeiter aufgefallen, erinnern sich einige Bürger an das Treffen im November 2018, bei dem bereits vom „Durchfahrtsrecht“ die Rede war und auch schon der Vorname des Nachbarn „von oberhalb“ fiel.
Diese Sicht wird auch vom Nachbarn gestützt, der der RNZ erklärte, dass das der Stadt bereits seit 2017 bekannt war.

Wäre „Schlamperei“ ein brauchbarer Begriff für derartige Zustände?
Vielleicht, aber nur kombiniert mit einer erheblichen Portion Vergesslichkeit.
So zitiert die RNZ Höfer am 26.10.2019 folgendermaßen:
Bürgermeister Höfer zeigte sich überrascht. „Das ist ein absolutes Unding“, sagte er. Hätte er schon früher davon gewusst, hätte er den Spielplatz sperren lassen.
Auch wenn das stimmt, so musste es doch zumindest die Verwaltung wissen. Sie hätte es dem BM mitteilen müssen und seine Aufgabe ist es die Verwaltung zu kontrollieren.
Ein wenig kritisch sehen wir diese Geschichte schon, auch wenn es sich hier nur um ein relativ kleines Problemchen handelt. Kleine Probleme neigen dazu zu wachsen, wenn man sie nicht löst. Und Probleme, die man nicht kritisiert, sondern unter den Teppich kehrt, bleiben nun mal ungelöst.

Auch eine mögliche Erweiterung des Spielplatzes durch Zukauf eines Teils des Grundstücks neben dem Spielplatz, das einem weiteren Altenbacher Bürger gehört, wurde im November 2018 schon angesprochen, aber niemand kannte den Namen des Besitzers.
Warum es einen weiteren Termin brauchte, um den Bürgermeister auf die Idee zu bringen diesen Nachbarn mal anzusprechen, konnten einige der Bürger auch nicht so recht nachvollziehen. Das hat der Bürgermeister dann am 24.10.2019 aber zugesagt.

Ergebnis des Treffens:
Die Bürger schenken der Stadt erneut das Vertrauen, dass an diesem Problem mit dem gebotenen Nachdruck gearbeitet wird. Die bevorzugte Lösung, wäre eine Vergrößerung zur Seite (wenn der entsprechende Nachbar zu einem Teilverkauf bereit ist). Wenn das nicht geht, kommt es wohl notwendigerweise zu einer Verkleinerung des Spielplatzes, dann aber hoffentlich wenigstens zu einer ordentlichen Renovierung.

Spielgeräte abgebaut – Mai 2020

Trist, trister, Altenbacher Spielplatz – unter dieser Überschrift beschreibt die RNZ die Situation.

Für die Bürger nun wirklich überraschend, wurden fast alle Spielgeräte abgebaut.
Die offizielle Begründung der Stadt ist der TÜV.

Ansonsten gibt es noch immer keine Lösung für die rechtlichen Probleme mit der Haftung und dem Überfahrtsrecht. . .
Wie lange so etwas wohl dauern kann?

Daneben erfährt man aus dem Artikel noch von einem Bürger Altenbachs, dass die Erneuerung des Spielplatzes schon seit 20 Jahren ein Thema ist, aber die Stadt seither alles ‚vermurkst‘ hat.
Auch eine andere Fläche „Am Zehntberg“ war im Gespräch, aber dagegen gab es im Ortschaftsrat Vorbehalte.
Wir haben ähnliches von verschiedenen Bürgern gehört. Da uns offizielle Quellen noch fehlen, berichte ich das hier nur im Nebensatz. . .

Dass wirklich der TÜV die Demontage veranlasst hat, bezweifelt zumindest Herr Stadtmüller, wie die RNZ in einem weiteren Artikel berichtet.
Sein Argument ist, dass der TÜV 2019 vor Ort war und wenn da Mängel festgestellt worden wären, dann hätte man doch nicht erst im Mai 2020 die Geräte abgebaut.

Jedenfalls sind rechtliche Probleme, im Zusammenhang mit den Altlasten der Stadt auch eine mögliche Erklärung.
Nachdem der Bürgermeister ja nun nicht mehr bestreiten kann, von diesen Problemen Kenntnis zu haben, wäre er in der Haftung, wenn etwas passiert. Das können wir so weit nachvollziehen – allerdings sollte er das dann auch so sagen und nicht den TÜV als Erklärung vorschieben, es sei denn, der hat das tatsächlich zu verantworten – wir haben nachgefragt, aber bislang keine Antwort erhalten. . .

Auch die Behauptung der Stadt, dass die Gespräche mit dem Nachbarn gut laufen würden, bezweifelte Herr Stadtmüller. Und dieser Zweifel war durchaus berechtigt, wie sich inzwischen gezeigt hat. . .

Zwischenstand 18.08.2020

Die RNZ berichtet:

Über die abgebauten Spielgeräte wurde auch Dr. Kraus nicht informiert. dem Anwohner geht es demnach einfach nur um den ungehinderten Zugang zu seiner Wiese.
Die Stadt tue sich indessen, so Kraus „schwer, die Kuh vom Eis zu bringen“. Sein Vorschlag: Man verkleinert den Spielplatz ein wenig, um einen kleinen Feldweg zur Wiese zu bauen. Damit kollidiert er mit den Plänen der Grünen Liste: Die habe, so Kraus, „versprochen, hier einen Abenteuerspielplatz einzurichten“. Dabei sei klar, dass das nicht gehe. Ihm selbst seien ordentliche Geräte für kleinere Kinder wichtiger als eine große repräsentative Anlage für Schüler.

Es scheint also mal wieder „politische Motivationen“ im Hintergrund zu geben. Das kann uns zwar kaum noch überraschen, aber gefallen muss es uns nicht.
Wenn auch hier wieder politische Streitereien der Hintergrund für ein kaum nachvollziehbares Verhalten sind, dann wäre das nicht nur für die Kinder, sondern auch für das gesamte politische Zusammenleben in Altenbach ein Armutszeugnis.

Aus meiner persönlichen Sicht und über nichts anderes schreibe ich hier auf meinem Blog, ist es genau so und das ist der Grund, warum ich überhaupt politisch aktiv wurde.
Ich habe keine Lust mehr diesen Spielchen unkommentiert zuzusehen.
Dummerweise bedeutet das, dass ich in der Öffentlichkeit als jemand wahrgenommen werde, der nun bei diesen Spielchen auch noch mitspielt. Das wäre anders, wenn mehr Bürger mitspielen würden, dann könnten wir politische Entscheidungsprozesse anders gestalten.
Aber da fehlt es noch an aktiver Unterstützung von Bürgerseite. Aber ich schweife ab – zurück zum Spielplatz. . .

Ortschaftsrat 28.09.2020

Auf Anfrage interessierter Bürger, sagte BM Höfer, dass er davon ausgehe, dass im Frühjahr 2021 mit dem Bau des Spielplatzes begonnen werden könne. Hier zum Nachlesen ab S. 13
Er sagte auch, dass es mit dem Nachbarn noch keine Einigung gäbe.
Merke: ‚Gut laufende Verhandlungen‘ bedeuten in Schriesheim noch lange keine Einigung. . .

Mitteilungsblatt Nr 40 vom 30.09.2020

Mitteilungsblatt Nr 41 vom 07.10.2020

Altenbacher Spielplatz: Im Frühjahr 2021 rollen die Bagger

… das bestätigte uns Bürgermeister Höfer in der Ortschaftsratssitzung in Altenbach am 28. September. Die Antwort fiel knapp aus, aber er versprach auf Nachfrage, dass die Planung für den Spielplatz im kommenden Winter und die Bauausführung im Frühjahr 2021 stattfinden soll.
[…]
Als Bürgergemeinschaft werden wir im Laufe der nächsten Monate bei der Stadt nachhaken, um den aktuellen Stand des Planungsfortschritts an die Eltern kommunizieren zu können.

Email der BgS an BM Höfer 16.11.2020

Sehr geehrter Herr Bürgermeister Höfer,

mit Begeisterung haben wir in der Ortschaftsratssitzung im September gehört, dass unser Spielplatz in Altenbach den Kindern ab dem Frühjahr 2021 wieder mit neuen Geräten zur Verfügung steht.
Viele Bürger sind dem Bauzeitpunkt gegenüber skeptisch.
Deshalb wenden wir uns als Vertreter der Bürger heute an sie, mit der Bitte, uns weitere Auskünfte über die vorangeschrittene Planung zur Verfügung zu stellen.

Folgende Meilensteine des Projektes interessieren die Bürger am meisten:
– Anfang und Ende der Planungsphase
– Ausschreibungstermin und Termin der Submission/Vergabe falls erforderlich bzw. können vorhandene Rahmenverträge genutzt werden?
– Zeitpunkt Baubeginn und Inbetriebnahme

Außerdem beschäftigt uns die Aussage zur kaufmännischen Abwicklung. Sind die Planungskosten für 2020 gesichert? Ebenso die Mittel für die Bauausführung in 2021?

Wir freuen uns auf eine Rückmeldung von ihnen, die wir an die doch vielen interessierten Bürger weitergeben können, bis Mitte nächsten Monats.

Cornelia Bernauer

Herr Schäfer antwortet am 17.11.2020

Sehr geehrte Frau Bernauer,

vielen Dank für Ihre Anfrage. Gerne informiere ich Sie über den aktuellen Sachstand. Mittlerweile wurde die Zufahrtsproblematik zum Nachbargrundstück geklärt, wofür auch eine Wegeplanung vorliegt. Auf Grundlage dieser Planung soll nun eine neue Spielplatzkonzeption erstellt werden, was dann letztendlich unser Grundgerüst für das Vergabeverfahren ist. Während die Konzeption durch Professor Schwarz erfolgt, werden die weiteren Schritte durch eine externe Landschaftsarchitektin in Zusammenarbeit mit der Stadt Schriesheim abgearbeitet.  Genaue Termine sind hierfür nicht absehbar, jedoch kann man hinsichtlich der Erstellung der Vergabeunterlagen und der Durchführung des Verfahrens von zirka 3 Monaten ausgehen. Rahmenverträge finden bei Bauvorhaben in der Regel keine Anwendung. Im Anschluss an das Verfahren ist noch ein Gemeinderatsbeschluss zwecks Vergabe des Auftrags an den wirtschaftlichsten Bieter erforderlich. Die notwendigen Mittel werden für das Kalenderjahr 2021 bereitgestellt. Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen und stehe für Rückfragen gern zu Ihrer Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
i.A. Patrick Schmidt
Bauamt

Ob unsere Berichte im Mitteilungsblatt, oder unsere Emails an BM Höfer etwas damit zu tun hatten, ist wohl nur eine vage Hoffnung, aber sicher ist, dass es in der Folge zu einem bemerkenswerten Aktionismus kam:

Mitteilungsblatt Nr 48 vom 25.11.2020

Die Grüne Liste Altenbach, verkündet auf S. 22 die guten Neuigkeiten: „Stadt und Nachbar haben eine Lösung gefunden.“
Ob das so ganz korrekt ist, sei dahingestellt. Lösungen kann man viele gefunden haben, aber geeinigt hat man sich erst dann, wenn beide Seiten davon wissen. (Dazu im nächsten Abschnitt mehr. . . )

Achtung Ironie:
Und wie wir das von den Grünen aus der Bürgerwerkstatt schon kennen, wird bei Ihnen Bürgerbeteiligung richtig groß geschrieben:
„Natürlich werden auch Vorstellungen der Eltern mit einfließen. Allerdings kann es in Corona- Zeiten keine große Versammlung mit vielen Menschen vor Ort auf dem Spielplatz geben. Die Beteiligung ist deshalb über eine Videokonferenz geplant. Alle Elternvertreter des Kindergartens und der Grundschule werden darüber genau informiert. „

So hoffen die Grünen, dass der Spielplatz im 2. Quartal 2021 neu gestaltet wird. Und da hoffe ich mit. . .

01.12.2020 RNZ

Lösung für Spielplatz gefunden – Doch Nachbar weiß nichts davon

In rechtlich trockenen Tüchern ist noch nichts.
Die Einigung wird aber sicher kommen, denn der Nachbar hat ebenso wie alle Beteiligten ein Interesse daran, dass dieses Problem endlich gelöst wird. Aber offensichtlich gibt es im Hintergrund viel Streit.

Die erste Ursache sind natürlich die Altlasten.
Aber wenn sich die Einigung so lange hinzieht, dann muss es noch mehr Gründe geben.

Bei der ersten Planung 2019, wurde der Nachbar schlicht „vergessen“ und das, obwohl eigentlich alle davon wussten. . .

Es sollte es einen „Abenteuerhang“ geben, doch dort kommt jetzt die Zufahrt hin.
Es gab‘ andere Vorschläge für die Zufahrt von Seiten des Nachbarn, die aber von der Stadt abgelehnt wurden.
Hier fehlen uns Informationen über das warum.

Einen Teil der Kosten will der Eigentümer sogar selbst tragen, obwohl er für die Situation gar nicht verantwortlich ist – die Stadt hat sein Grundstück ja damals einfach überbaut.
Kosten für Pläne sind ihm bereits entstanden.

Wegen des „hervorragenden Verhandlungsgeschicks“ der Stadt, laufen die Verhandlungen nur noch per Anwalt.
Und: „Die Frist zur Antwort und Weiterverfolgung offener Punkte ist für die Stadt Schriesheim im November abgelaufen, der Termin zum finalen Gespräch steht noch aus“.

Ein Hammer, man lässt eine Frist verstreichen und Wolf teilt die Einigung mit. . .

Was läuft denn hier ab? Es wird ja immer bunter:

Auf RNZ- Anfrage bestätigt Höfer, dass er Wolf die Pläne des Nachbarn übergeben habe:
„Herr Wolf ist in seiner Funktion als Ortschaftsrat und Gemeinderat seit Beginn die Kontaktperson zu den Eltern. Die Planung der neuen Grundstücksgrenzen wurde zur Neuplanung des Spielplatzes von mir an Herrn Wolf weitergeleitet, um mit den Eltern eine Neuplanung zu erarbeiten.“

Wer hat Wolf wann zur Kontaktperson gemacht?
Diese Frage stellen wir uns ja schon länger. . .

Wolf rechtfertigt sein Vorgehen:
„Als Ortschaftsrat und Vertreter der Altenbacher im Gemeinderat versuche ich seit zwei Jahren, eine Lösung für den maroden Spielplatz zu erwirken. Das Thema hat für die Grüne Liste hohe Priorität, weshalb ich mich regelmäßig bei der Stadt erkundigt habe, wie der Stand ist. Wir wollen nicht weiter abwarten und riskieren, dass der Spielplatz auch im nächsten Sommer wieder abgesperrt und kaum benutzbar ist.“

Herr Wolf ist hier doch gar nicht die handelnde Person.
Hier geht es doch um rechtliche Fragen zwischen der Stadt und einem Grundstückseigentümer.
Die Grüne Liste sind auch nicht die einzigen, für die der Spielplatz eine hohe Priorität hat.
Das gilt für alle.
Manchmal ist es vielleicht besser sich nicht einzumischen. . .

Herr Wolf spielt sich mit Unterstützung von BM Höfer in den Vordergrund.
Sehr geschickt hat er aber die Eltern, die die Unterschriften- Aktion gestartet haben (oder einen Teil davon?), für die Grüne Liste Altenbach begeistern können.
Sie waren auf den Wahlplakaten zu sehen.
So wurde er also zur Kontaktperson und Höfer gibt ihm die Pläne eines Bürgers weiter, mit dem sie noch in einer rechtlichen Auseinandersetzung ist, über die noch keine Einigung erzielt wurde.
Offen gestanden ist das kein Hammer mehr, sondern eher ein ganzer Werkzeugkasten.

Politische Öffentlichkeitsarbeit für die Grünen ist das und zwar mit Mitteln die Außerhalb der Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit ablaufen und über die jeder Rechtsanwalt nur den Kopf schütteln kann.

Die RNZ schreibt:
Wolfs Engagement für den Spielplatz rührt vom Herbst 2018, als er von Eltern gefragt wurde, ob er sich für dessen Sanierung einsetzen würde;
Das wird sicher stimmen, wenn da aber von dem Treffen auf dem Spielplatz die Rede ist, dann ist es nicht ganz korrekt.
Das darf ich wohl behaupten, denn ich war dabei – Herr Wolf hat sich angeboten und niemand hat nein gesagt, aber dass die Eltern ihn gefragt hätten erinnere ich mich nicht – diejenigen, die zur Grünen Liste gehören, haben zu einem anderen Zeitpunkt vielleicht gefragt, aber ob das damit gemeint ist?
Die Eltern wollten und wollen die Sanierung des Spielplatzes. Wer sich dafür einsetzt, ist ihnen völlig egal.
Je mehr, desto besser.
Eigentlich stehen alle dahinter, nur spielen sich nicht alle öffentlich mit ziemlich fragwürdiger Unterstützung des Bürgermeisters so auf wie Herr Wolf.

Die RNZ schreibt auch:
Bei einem weiteren Vor-Ort-Termin mit Bürgermeister Höfer im Herbst 2019 baten die Eltern Wolf, die Verhandlungen mit dem Nachbarn in Richtung eines Teil-Grundstückstauschs zu führen, damit der Spielplatz nicht kleiner wird.
Diese Darstellung stimmt einfach nicht – Ich war doch dabei.
Es war Höfer, der den Eltern versprach sich mit dem seitlich angrenzenden Nachbarn in Verbindung zu setzen.
Dass Herr Wolf von den Eltern gebeten wurde, mit dem Nachbarn mit der Eigentums- und Durchfahrtsproblematik zu verhandeln ist ein schlechter Witz.
Falls das so war, dann waren es wenige Eltern und die haben zu einem Zeitpunkt gefragt, an dem ich das nicht hören konnte.
Außerdem gab es ja nie Verhandlungen zwischen dem Nachbarn und Herrn Wolf – das ist ein offensichtlicher Versuch purer Propaganda. Das kann jeder bemerken, wenn er weiterliest:

Anfang dieses Jahres gab es dann die ersten Verhandlungen zwischen der Stadt und dem Nachbarn, „an denen ich nicht beteiligt war“, so Wolf.
Das ist korrekt.

Die Darstellung des Eigentümers ist belegbar:
„Seit Mai führe ich Gespräche mit der Stadt nur noch mit Anwalt und Protokoll. Im Mai waren persönliche Gespräche wieder gescheitert, weil die Stadt eine Planung für eine separate Zufahrt nicht durchführen wollte. Ich habe diese übernommen, um das Thema endlich vom Tisch zu bekommen und den Spielplatz endlich konfliktfrei zu haben. Im Oktober 2020 haben wir eine Variante gewählt, die wir weiterverfolgen wollen.“

Wolf erklärt: „Auf Nachfrage informierte mich Bürgermeister Höfer, dass auf Grundlage dieses Planes nun der Spielplatz – kleiner als vorher – neu geplant werden könne. Ich bat darum, die Vorplanung gemeinsam mit Prof. Schwarz und den Eltern abzustimmen, damit auf dieser Grundlage dann der Plan von einer Landschaftsarchitektin für die Stadt gemacht werden könne, einschließlich der Ausschreibung.“

Das ist glaubhaft: Herr Wolf bat darum und Herr Höfer kam der Bitte nach.
Den Eltern ist es egal wer da was macht, Hauptsache es wird endlich was gemacht.

Hier ist der Eigentümer – siehe oben – sauer: „Dass Wolf meine privaten Bauunterlagen in Besitz nimmt und weitergibt, ist unfassbar. Und dass der Bürgermeister, ohne nachzufragen und ohne meine Kenntnis, meine Unterlagen an Herrn Wolf herausgibt, macht mich fassungslos.“ Er findet eher, dass sich die Stadt längst nicht so eingesetzt hat, um die Sache zu einem guten (oder gütlichen) Abschluss zu bringen, wie behauptet werde.

Die Position des Eigentümers ist für mich wesentlich glaubhafter. Und ich befasse mich mit diesem Thema ja nun auch schon ziemlich lange. . .

Und jetzt? Wolf berichtet: „Es gab ein Treffen mit Prof. Schwarz, Christiane Baldermann als Vertreterin der Eltern, und mir auf dem Spielplatz, um die Wünsche der Eltern mit Prof. Schwarz zu besprechen. Prof. Schwarz wird eine Vorplanung machen, die dann unter den Eltern besprochen wird. Es ist eine Videokonferenz zur finalen Absprache aller Beteiligten geplant.“

Ich bin gespannt wer nach Herrn Wolf zu den Beteiligten zählt.
Ich zähle mindestens alle Eltern die 2018 unterschrieben haben, den Nachbarn und die Ortschaftsräte dazu.

Ein zweiter Artikel in der RNZ direkt nebendran, lässt auch den Ortsvorsteher Kraus zu Wort kommen:

Ortsvorsteher Kraus wurde bisher kaum in die Bemühungen um eine Lösung für den Spielplatz im Ortsteil eingebunden. Auf RNZ- Nachfrage bestätigte er zwar, dass ihn Bürgermeister Höfer vor etwa 2 Wochen telefonisch über den Stand der Dinge informiert habe (Das ist zufällig ziemlich genau, als wir unsere Email an Herrn Höfer geschickt haben. . .) – nämlich, dass sich in Gründzügen eine Einigung über einen Zugang des Grundstückbesitzers zur Wiese abzeichne, die aber noch nicht vertraglich fixiert sei.

Aber er wisse zugleich aus Gesprächen mit dem Betroffenen: „Eine endgültige Einigung hat es noch nicht gegeben. Da ist noch viel zu klären, gerade was die Finanzierung und die Ausschreibung des Weges angeht.“ Insofern sei die Darstellung von Wolf, Kraus‘ altem Kontrahenten aus dem Ortschaftsrat, ein Durchbruch sei erreicht, „so nicht korrekt“ und „nicht seriös“: „Das sind bisher nur Behauptungen oder Halbwahrheiten.“

Zudem finde er es „bedenklich“, dass BM Höfer an Wolf die Planungsunterlagen für den Spielplatz samt der neuen Grundstücksgrenzen weitergegeben habe und die nun im Ortsteil zirkulierten. Damit würden nicht nur die Grenzen zwischen Kommunalpolitik und Stadtverwaltung verwischt – „meiner Meinung nach ein starkes Stück“ -, sondern auch das Vertrauen des Grundstückseigentümers in die Stadtverwaltung erschüttert, und Wolf habe so mitnichten die Sanierung des Spielplatzes beschleunigt: „Er hat mit diesem Vorgehen eher das Gegenteil erreicht: Die Sache wird sich weiter hinziehen.“ Seiner Auffassung nach sei die Einigung mit dem Grundstücksbesitzer und dann die Sanierung des Spielplatzes Sache der Stadtverwaltung und des gesamten Ortschaftsrats – und nicht eines einzigen Mitglieds, also Wolfs.

Dessen Vorstoß erklärt sich Kraus so: „Damit soll wieder ein Erfolg verkündet werden, um zu zeigen, was die Grünen wieder alles für Altenbach geleistet haben.“

Hier kann ich Dr. Kraus nur zustimmen.

Mitteilungsblätter

hier fehlt noch einiges – ich bin noch nicht dazugekommen, das hier reinzuschreiben – finde aber es gehört dazu. . .

Die Videokonferenz

am 18.12.2020 fand die Videokonferenz statt.
Eingeladen wurde per WhatsApp in den Elterngruppen – es könnte noch weitere Einladungen, z.B. per Facebook, gegeben haben, für Hinweise bin ich dankbar.
Die RNZ durfte trotz Anfrage nicht teilnehmen, wie Herr Wolf mitteilte.

Der Vorschlag zur Videokonferenz ging nach der WhatsApp Nachricht von Prof. Schwarz aus. Die Präsentation lief auf den Servern der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe.

Wer die Teilnehmerzahl aus „technischen und didaktischen Gründen“ auf 25 begrenzt hat, geht aus der Einladung nicht hervor.

Ich habe schon an Video- Konferenzen mit deutlich mehr Personen teilgenommen und kann die technischen und didaktischen Gründe nicht so recht nachvollziehen, aber die Veranstaltung hat mir dennoch ziemlich gut gefallen.
Es waren auch nur 23 Personen dabei, man kann also behaupten, dass die Begrenzung der Teilnehmerzahl keine Auswirkungen hatte.

Ich bin zwar überzeugt, dass eine Präsenzveranstaltung, wie beim Spielplatz in der Mozartstraße auch mehr Teilnehmer gehabt hätte, aber hier waren die Corona- Regeln natürlich nicht gerade zuträglich.

Prof. Schwarz hat jedenfalls die mangelhafte Versorgung der Altenbacher Kinder mit Spielplätzen sehr deutlich dargestellt.
Auch sein Entwurf ist sehr vielversprechend.
Seine Präsentation wurde im Nachgang von Christiane Baldermann und Herrn Wolf an den Email- Verteiler nachgeliefert. Wann andere Bürger diese Präsentation erhalten, kann ich nicht sagen.
Vorschläge der Eltern wurden gehört und werden sicher auch so weit möglich berücksichtigt.
Der Mann gehört in den Gemeinderat – ich würde ihn jedenfalls wählen.
Eine kleine Einschränkung muss ich aber machen: Er müsste sich für die Hintergründe interessieren. Einer seiner Nebensätze „wenn der Nachbar endlich mal zusagt. . . „, deutet für mich darauf hin, dass er durch die Zusammenarbeit mit dem Bürgermeister und Herrn Wolf wohl etwas einseitig unterrichtet wurde.

Ortschaftsratssitzung am 08.02.2021

Auch hier fehlt offensichtlich noch was. . .

Ich denke, dass der Spielplatz in dieser Sitzung beschlossen wird.
Ich denke aber auch, dass es noch ein paar deutlich Worte in Richtung Höfer und Wolf geben sollte.

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