Wir sind Schriesheim

Demokratie

Nach der Wikipedia ist Demokratie (von mir etwas verkürzt dargestellt):

Demokratie (von altgriechisch δημοκρατία, deutsch ‚Herrschaft des Staatsvolkes‘) bezeichnet heute Herrschaftsformen, politische Ordnungen oder politische Systeme, in denen Macht und Regierung vom Volk ausgehen. Dieses wird entweder unmittelbar oder durch Auswahl entscheidungstragender Repräsentanten an allen Entscheidungen, die die Allgemeinheit verbindlich betreffen, beteiligt.

Was bedeutet das für Schriesheim?
Das „Volk“ besteht hier aus den schriesheimer Bürgern.
Und es stellt sich die einfache Frage: Wie werden wir an allen Entscheidungen beteiligt?

Demokratie in Schriesheim
  • Alle 5 Jahre dürft Ihr 26 Stimmen abgeben. Pro Kandidat maximal 3.
  • Wisst Ihr welche Kandidaten zu einem bestimmten Thema wie abstimmen werden?
    (Ist es möglich, dass Ihr bei einem Thema der Meinung der CDU, bei einem anderen Thema der Meinung der Grünen und bei einem 3. Thema der Meinung der freien Wähler seid? Ist es möglich, dass Ihr bei einem Thema eine andere Meinung als Euer Bürgermeister habt, obwohl Ihr ihn vielleicht gewählt habt?)
  • Wisst Ihr welche Themen in den nächsten 5 Jahren anstehen?
  • Wisst Ihr wann diese im Gemeinderat besprochen werden?

Habt Ihr den politischen Einfluss, den Ihr in der Demokratie haben solltet?
Wollt Ihr diesen Einfluss überhaupt haben?

Verbesserungswürdig?

Vielleicht wollt und braucht Ihr im Moment keinen Einfluss auf die Entscheidungen die Schriesheim (und damit Euch) betreffen, aber wenn Ihr ihn mal braucht (den Einfluss), dann ist´s zu spät um anzufangen die Voraussetzungen dafür zu schaffen.

Weil jeder den Einfluss zu einem anderen Zeitpunkt braucht, müssen wir jetzt anfangen die Strukturen zu schaffen, damit sie da sind, wenn wir sie brauchen.

Haben wir dafür geeignete „Strukturen“?

Auf den ersten Blick erscheint es schwierig etwas zu bewegen, wenn man nicht bereit ist sich in einem Kraftakt mit ungeheurer Geduld für eine winzige Veränderung zu engagieren.
Eine Sissiphos Arbeit . . . Das macht mit Sicherheit keinen Spaß.

Die Idee:
  1. Lockere Treffen der „Schriesheimer Bürgergemeinschaft“ mit max. 20 Personen. Jeder kommt nur wenn er Lust und Zeit hat.
    Ziel ist der Austausch, nicht die Entscheidungen zu treffen.
  2. Alle geben Ihre Meinung anonym auf bürgergemeinschaften.de ab.
    Dort gibt es auch immer Hintergrundinformationen.
    Dort werden die Entscheidungen getroffen – durch die informierte und interessierte Mehrheit.

Hast Du ein Jahr lang keinen Bock auf Politik, gehst Du zu keinem Treffen und gehst nicht auf bürgergemeinschaften.de, aber wenn Du es brauchst, dann ist alles da
(vorausgesetzt wir haben die Strukturen schon geschaffen. . . ).
Leute die Dir zuhören, und eine Plattform um Deine Meinung zu sagen – oder sie zumindest anonym einzugeben.
Stark vertretene Meinungen auf bürgergemeinschaften.de kommen direkt in den Gemeinderat.
Denn die von uns gewählten Vertreter verpflichten sich genau das zu tun.
Was für gewählte Vertreter denn???

Konkret:

Wie kriegen wir mit dieser verrückten Idee jemanden in den Gemeinderat?
Ist das überhaupt realistisch, oder nur eine verrückte Spinnerei?
Ein einfaches Zahlenbeispiel:

2014 wurden mit 6.683 gültigen Stimmzetteln 26 Gemeinderäte gewählt.
Daraus folgt: 257 Wähler reichen ungefähr, um einen Kandidaten in den Gemeinderat zu bringen.
Vorausgesetzt diese 257 Bürger geben alle Ihre Stimmen für „unsere“ Liste ab.
Die Liste muss (aufgrund des Wahlsystems) mindestens 9 und bestenfalls 26 Kandidaten enthalten

Da wir nicht genau wissen, wie viele Leute 2019 zur Wahl gehen, sind das natürlich nur grobe Schätzungen.
Aber mit 300 Unterstützern müsste es leicht zu schaffen sein.
(Wer das Wahlsystem genau verstanden hat, könnte sogar schon ab 140 Unterstützern mit einem Erfolg rechnen, aber wir wollen uns die Ziele nicht zu klein setzen. . .)

Was könnt Ihr tun?
  1. Registriert Euch auf bürgergemeinschaften.de! – Das kostet Euch ca. 5min.
  2. Schaut Euch an, was da bisher so läuft und gebt anonym Eure Meinungen dazu ab. Wenn ein Thema fehlt, das Euch interessiert – gebt es dort ein (auch das ist anonym).
    Nutzt Euren Einfluss!
  3. Leute ansprechen und zu einem unserer Treffen einladen, oder Ihnen empfehlen sich auch zu registrieren.
  4. Schreibt mir ´ne Email, dass Ihr auf die Liste der Unterstützer dieser Idee wollt.
    Wir brauchen z.B. Leute, die unterschreiben, dass sie diese Liste unterstützen. . .
  5. Jede weitere Idee ist willkommen – egal ob bei den Treffen oder online. . .

5 Gedanken zu „Wir sind Schriesheim“

  1. wer ist denn – wie – daran gehindert, jetzt schon seine Ideen und Fragen, direkt und öffentlich in den GR einzubringen ?
    es gibt doch zu jeder öffentlichen GR-Sitzung den TOP 1.

    1. Die Frage ist leicht zu beantworten: Niemand.
      Unsere Idee macht aber mehr möglich und das „Gehört werden“ auch einfacher.
      Da jeder sich online und anonym einbringen kann, muss er nicht erst auf die Gemeinderatssitzung kommen und sich dort öffentlich „trauen“.
      Jeder kann auch vorher schon Gleichgesinnte finden, die seine Idee mit einer Stimme unterstützen.
      Unter anderem dafür bieten wir ja auch die monatlichen Treffen an.
      Die gesamte Idee läuft darauf hinaus die Bürger nicht nur anzuhören, sondern auch auf sie zu hören.
      Das ist es doch, was „Demokratie“ bedeuten soll, oder?

      1. Sehr geehrter Herr Bernauer,
        mit Interesse verfolge ich bürgergemeinschaften.de.
        Je länger ich schau, um so mehr muss ich feststellen, dass Ihre Organisation sehr mit der Linken sympathisiert. (Pluralos Mannheim, Die bunte Linke HD und Aufstehen) Dies thematisieren Sie aber nicht bei Ihrem Vorhaben in den Schriesheimer Gemeinderat zu wollen….
        Ehrlicher Weise sollten Sie das schon in Ihrem Flyer öffentlich machen.

        1. Hallo „dirtyharry“,
          ich freue mich über Ihr Interesse und vor allem, darüber, dass Sie Ihren Eindruck öffentlich mitteilen.
          So kann ich dazu auch Stellung nehmen:
          Bürgergemeinschaften.de ist keine Organistation, nur eine Internet- Plattform, die grundsätzlich erst mal allen Organisationen – unabhängig von deren politischer Ausrichtung – zur Verfügung steht. Gerne können Sie selbst dort auch andere Organisationen hinzufügen – dazu müssen Sie mir allerdings eine Email schreiben, da nicht jeder Nutzer die Erlaubnis dazu hat. . . Sie werden aber sehen, dass ich mich diesbezüglich (unabhängig von meiner persönlichen politischen Verortung) sehr neutral verhalte. Auch dafür gibt´s es übrigens bereits Beispiele. . .
          (Die Pluralen Ökonomen sind übrigens als Gruppe nicht vertreten, sie erscheinen nur durch die Zusammenarbeit mit den Makroskopen)

          Die Bürgergemeinschaft Schriesheim (BgS) dürfen Sie bitte nicht mit Bürgergemeinschaften.de (Bg.de) in einen Topf werfen.
          Der Zusammenhang ist lediglich, dass die BgS – Bg.de als Plattform nutzt.
          Alle Schriesheimer Bürger (auch solche mit „rechter Gesinnung“ oder unentschiedene oder „rote Socken“. . . ) sind ausdrücklich eingeladen ihre Meinung und ihr Wissen einzubringen.
          Auch jeder Kandidat auf unserer Liste wird sich vermutlich irgendwo im politischen Spektrum einordnen lassen. Aber darüber haben wir bislang nie gesprochen, denn dafür treten wir nicht an!
          Wir sprechen auf unseren Treffen und auch auf Bg.de über konkrete Themen in Schriesheim und nicht über politische Richtungen.
          Daher wäre es auch komplett unehrlich auf unserem Flyer so zu tun als würden wir mit einer politischen Richtung sympatisieren.

          Ihr Eindruck, der auf der Plattform Bg.de derzeit durchaus zu Recht entstehen kann, darf nicht auf die BgS übertragen werden – das wäre sachlich falsch.
          Wenn Sie sich mit uns noch länger beschäftigen, werden Sie das sicher bald selbst bestätigen können. Sofern Sie Schriesheimer Bürger sind, sind Sie jedenfalls herzlich dazu eingeladen. Wenn nicht, finden sich auf Bg.de sicher auch genügend Möglichkeiten für Sie.

          Aus meinen eigenen Positionen zu vielen Themen, mache ich übrigens kein Geheimnis. Bernauers.de ist in meiner „Bewerbung“ auf Bg.de seit Monaten verlinkt.
          Und ja, da ist einiges „linkes“ dabei. Es fehlt aber auch einiges, das derzeit wohl eher rechts eingeordnet werden würde. Im Lauf der letzten Jahre habe ich mich zunehmend von der Einordnung in ein politisches Schema entfernt. Ich glaube das ist nicht mehr zeitgemäß – aber da kann man sicher lange drüber diskutieren. . .

          HG,
          Stefan Bernauer

    2. Da man nur die Möglichkeit hat zu Anfang der Sitzung Fragen zu stellen kann man sich ergebene Fragen zu den danach behandelten Themen nicht stellen.Mann kann also sagen das aufkommende unliebsame Fragen zu den einzelnen Themen verschoben werden auf den nächsten Sitzungstermin in der Hoffnung das sie ganz unter den Tisch fallen und vergessen werden.

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