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Vernetzung der Makroskop Gruppen

Markus aus Felbert hat alle Makroskop-Gruppen Ansprechpartner angemailt.
Hier der bisherige Email- Verkehr in zeitlicher Abfolge:

Dienstag, 29. Mai 2018 18:38
Betreff: Gesprächskreise Makroskop vor Ort

Liebe Makroskopler,

meine Name ist Markus und ich habe vor zwei Monaten einen Gesprächskreis in Velbert gegründet. Beim ersten Treffen waren 5 Personen anwesend, beim zweiten Mal nur 2 und dann – na ja – vielleicht kennt Ihr das auch, man ist beruflich eingespannt hat dann noch Familie und selbstverständlich auch dort Verpflichtungen, so dass dann oft wenig Zeit für diese Dinge bleibt. Ich habe 3 Fragen an Euch :

  1. Wie laufen die Kreise bei Euch ?
  2. Was haltet Ihr von einer großen zentralen Aktion einmal im Jahr zu einem bestimmten zentralen Thema ?
  3. Welche Möglichkeiten nutzt Ihr um den Kreis bekannt zu machen, außer den Hinweis unter makroskop ?
    Ich überlege an die Lokalpresse zu gehen.

Lieben Dank für eine Info.
Antwort immer ruhig an alle.
Vielleicht kann man ja mal etwas GRÖßERES zusammen aufziehen. Ich wäre dabei.

Grüße von Markus aus Velbert

 

Marco W. aus Landshut schrieb zurück:
Servus an Alle,

ich habe mich erst vor 1 Woche dazu entschlossen, eventuelle Makroskopler ausfindig zu machen.

Ich habe bereits vor einigen Wochen den Ch. S. angeschrieben.
Aber leider keine Rückantwort erhalten (eventuell im SPAM gelandet).
Ich gehe mal davon aus, dass bis auf Michael, aus der schönen Hansestadt Hamburg, niemand einen großen und vor allem regelmäßig stattfindenden Gesprächskreis aufgebaut hat. Denn das Gebiet ist ziemlich speziell, man muss Flassbeck und Co. kennen und vor allem bereit sein, auch mal ein paar Euros dafür zu opfern. In Großstädten mit entsprechender Uni ist es sicherlich leichter etwas auf die Beine zu stellen. In kleinen Städten wird es da schon ziemlich schwierig.

Man darf auch nicht vergessen, dass der Kreis der Makroskopler eh schon gering ist (auf Deutschland bezogen). Über diesen Weg auch noch Gleichgesinnte in nicht zu großer Entfernung zu finden, die das dann auch regelmäßig besuchen wird noch viel schwieriger.
Ich werde versuchen über die Parteiarbeit entsprechendes denken und handeln zu vermitteln. Natürlich wäre es prima, wenn sich doch noch Leute melden würden, aber ich mache mir da keine falschen Hoffnungen. Über die Presse darauf aufmerksam zu machen ist ein Weg. Facebook, Twitter und Instagram würden mir da auch noch einfallen.

Sich einmal pro Jahr zu einem bestimmten Thema zu treffen und sich kennenzulernen ist sicherlich eine interessante Sache. Aber auch da darf man wieder nicht vergessen, dass wir a) sehr wenige sind b) über die Republik verteilt sind und c) einen Termin und Ort brauchen der allen passt.
Ich will niemanden hier die Hoffnung nehmen, aber auch bei mir hat in der politischen und gewerkschaftlichen Arbeit die Realität Einzug erhalten und mich auf den Boden der Tatsachen gebracht. Es geht nur in kleinen Schritten nach vorn und selbst die sind ziemlich hart erkämpft (also mit viel Arbeit in der Freizeit verbunden / obwohl ich davon schon kaum welche habe). Trotzdem lohn es sich, langsam wieder Vertrauen in der Bevölkerung aufzubauen und den Menschen klarzumachen, dass es auch anders gehen kann (und muss).

Makroskop ist das Beste was es gibt, um sich wirtschafts- und finanzpolitisch weiter fortzubilden. Vorkenntnisse sind natürlich extrem von Vorteil und erleichtern die Materie ungemein. Aber aufgrund der sehr guten Art und Weise, ist es auch für Laien möglich mitzuhalten. Das ist genau das was Politik nämlich wieder braucht. Verständliche Sprache.
Wenn Ihr wirklich etwas ändern wollt, dann müsst ihr leider den steinigen Weg über die Gewerkschaften oder einer politischen Partei gehen. Aber auch dort wird man mit dieser Einstellung wenig Freunde finden. Stellt euch darauf ein, als Einzelkämpfer euch vorzuarbeiten. Mir gefällt es sogar, dass ich total anders denke, wie die sogenannten „Alteingessenen“. Baut auf junge Leute und sucht euch die alten Querdenker raus. Eckt ruhig an und geht euren Weg. Nicht den der anderen.

Organisationen wie die Progressive Soziale Plattform oder die DL21, versuchen das Umdenken voranzutreiben. In kleinen Städten sucht euch eher eine politische Partei und schaut, ob es Mitstreiter gibt, mit denen ihr gemeinsam den Kampf führen könnt.

Um noch einmal den Gedanken des Treffens 1x pro Jahr aufzugreifen. Man könnte eventuell etwas in der Art in Hamburg durchführen.
Aber dann als Wochenend-Camp oder so. Bekannter Punkt, der mit dem Flugzeug schnell erreichbar ist. Allein aufgrund der Uni schon eine rege Beteiligung nicht ausgeschlossen. Dazu Workshops, Vorträge und natürlich Vernetzung und Party am Abend. Von Freitag bis Sonntag, dann lohnt es sich auch den Weg aufzunehmen und Zeit um sich die schöne HH anzuschauen bleibt auch.

Liebe Grüße   Marco W. aus Landshut

 

Und hier Wolfgang´s Mail:

Liebe Makroskopen,

danke, Markus aus Felbert, dass du die Vernetzung der Makroskop-Gesprächskreise bzw. -Ortsgruppen gestartet hast.

Schon lustig, wie ganz unterschiedlich wir uns nennen: \“Teilnehmer des Gesprächskreises Makroskop\“, \“Makroskopler\“ und \“Makroskopen\“. Vielleicht sollte man das bei einem der angedachten Treffen mal vereinheitlichen.
Sehr gute Idee mit den Treffen, um über unsere Erfolge und Probleme gemeinsam zu reden. Allerdings, Marco, sollten meiner Meinung nach, diese Treffen eher zentral in der BRD sein, allein schon um den dafür nötigen CO2-Ausstoß zu minimieren. Im Herbst wird sicher wieder ein Makroskop-Kongress stattfinden. Vielleicht können wir uns bei dieser Gelegenheit zusammensetzen. Deshalb habe ich auch die Makroskop-Verwaltung in die Adressatenliste aufgenommen. Ich hoffe, das war o.k.

In Heidelberg treffen wir uns seit November letzten Jahres einmal monatlich. Beim ersten mal waren dank Hinweis auf Makroskop gleich zwölf Leute da; die E-Mail-Liste der schon-mal-Dagewesenen umfasst mittlerweile 23.
Der mit der weitesten Anreise fährt sogar fast sechzig Kilometer. Die Zahl der Anwesenden hat sich mittlerweile auf durchschnittlich zehn eingependelt.

Bisher haben wir über verschiedene Themen diskutiert, wollen aber auch Veranstaltungen durchführen, um die kritische Auseinandersetzung mit dem Neoliberalismus in eine weitere Bevölkerung zu tragen. Als kleines Format habe ich bei uns im Stadtteiltreff der Bahnstadt-Heidelberg vor zwei Jahren ein youtube-Video eines Flassbeck-Vortrags gezeigt und anschließend mit den 47 Erschinenen diskutiert. Upgraden ließe sich das z. B. für die Diskussion mit einer Skype-Schalte zu Herrn Flassbeck selbst.

Zu „Gleichgesinnten“ haben wir bisher Kontakt zu der Heidelberger Gruppe der Pluralos https://www.plurale-oekonomik.de/das-netzwerk/ziele-und-aktivitaeten/ aufgebaut. Toll ist, dass sie von der Uni Heidelberg für nichtkommerzielle Vorträge kostenlos einen Hörsaal gestellt bekommen und für Honorar, Anreise, Unterkunft etc. mit bis zu 300,- € pro Veranstaltung unterstützt werden. Wir haben vereinbart, gegenseitig unsere Veranstaltungen zu bewerben, zu besuchen und angedacht, auch gemeinsame zu organisieren. So ließe sich z. B. sicher auch einmal eine Einladung von Heiner Flassbeck oder anderen Promis nach Heidelberg stemmen.

Herzliche Grüße an euch alle

Wolfgang aus Heidelberg

Published inMakroskop

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