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EU Bürgerkandidaten

Es mag vielen zunächst verrückt erscheinen, aber warum sollte es eigentlich keine parteiunabhängigen, nur ihren Wählern verpflichtete, Bürgerkandidaten im EU- Parlament geben?
Diese könnten Ihre Wähler mal ganz direkt darüber informieren, was dort so abläuft.
Ungefiltert durch Parteiinteressen oder mediale Berichterstattung.
Ich fände das ziemlich interessant und technisch ist das ja ganz leicht zu realisieren.
Softwareplattformen, wie z.B. https://www.bürgergemeinschaften.de/ die den Bürgerwillen demokratisch sammeln und zu den Bürgerkandidaten bringen, sind ja nun auch nix neues mehr. . .

Das ist ja eine nette Idee, aber ist das nicht völlig unrealistisch?

Schauen wir uns die Fakten an:
Bei der EU Wahl im Mai 2019 gab es keine %- Hürde.
Dh. jede Wählervereinigung, die ca. 0,6% der Stimmen erzielt, bekommt einen Sitz im EU- Parlament.

Schauen wir uns Schriesheim mal näher an:
ca. 10.000 Einwohner, davon ca. 6000 Wahlberechtigt.
Die Wahlbeteiligung lag bei den EU- Wahlen bisher bei schlappen 50%.
Das bedeutet, dass wir in Schriesheim mit ca. 18 Wählern, die eine Vereinigung von Bürgerkandidaten wählen, schon einen Sitz erreichen könnten. (3000 * 0,6% = 18) – Unrealistisch???

Klar, die 0,6% braucht man statistisch im Mittel in jedem Ort – bundesweit.
Ganz grob gerechnet sind das also 180.000 Bürger.

Das ist doch jetzt aber wirklich unrealistisch, oder?

Auch hier ein paar Fakten:
Schon ein einziges Youtube- Video, erreicht diese Personenzahl.

Ich nehme als Beispiel KenFM mit Willi Wimmer (CDU), Peter Gauweiler (CSU), Petra Plininger und Günter Grzega, weil da die Bürgerkandidaten- Idee schon am 08.11.2016 einem größeren Publikum öffentlich gemacht wurde. Dieses Video wurde ca. 180.000 mal gesehen - Hier der Link 

Und eine gut organisierte Wählervereinigung wird mehr als nur ein solches Youtube Video haben und Fernsehwerbung und Facebook und Twitter nutzen. . . – Wirklich unrealistisch???

Ich habe es zumindest versucht und Unterschriften für die Unabhängige gesammelt.
Eine Wählervereinigung, auf deren Liste 12 dieser Bürgerkandidaten von denen Frau Plininger im Video spricht stehen.
Ich stand auch auf der Liste der Unabhängigen und war dabei, als der Spitzenkandidat gewählt wurde und kann jedem Bürger der sich dafür interessiert, aus erster Hand davon berichten.

Wir hatten mit etwa 20 Leuten bundesweit über 3500 Unterstützungsunterschriften gesammelt.
Hat nicht ganz gereicht – 4000 hätten es sein müssen.
Dennoch, wenn die Idee „Schule macht“, ist sie sicher mehr als eine „unrealistische Spinnerei“.
Auch schwierige Wege zu entfernten Zielen beginnen bekanntlich mit den ersten Schritten.
Kommen Sie doch ein Stückchen mit – gemeinsam macht Laufen mehr Spaß.