{"id":394,"date":"2018-05-15T01:44:31","date_gmt":"2018-05-14T23:44:31","guid":{"rendered":"https:\/\/bernauers.de\/historisches\/?p=394"},"modified":"2019-12-14T14:08:49","modified_gmt":"2019-12-14T13:08:49","slug":"schulden-und-guthaben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/bernauers.de\/historisches\/2018\/05\/15\/schulden-und-guthaben\/","title":{"rendered":"Schulden und Guthaben"},"content":{"rendered":"<p>Dieser &#8222;Artikel&#8220; ist der Versuch auch Menschen ohne wirtschaftswissenschaftlichen Hintergrund die Tatsache bewusst zu machen, dass die Summe aller Schulden + der Summe aller Guthaben auf der Welt immer exakt gleich Null ist. Er war Thema des &#8222;Heidelberger Makroskopen Treffen&#8220; vom Juni 2018 und wurde kontrovers diskutiert.<br \/>\nEntscheiden Sie selbst, ob dieser ungew\u00f6hnliche Zugang zum Thema Ihnen n\u00fctzlich erscheint. . .<\/p>\n<h2>Schulden und Guthaben entstehen und vergehen beim Handel<\/h2>\n<p>Schulden und Guthaben gibt es auch ohne Geld.<br \/>\nAllerdings nicht ohne einen Handel &#8211; einen Deal &#8211; eine Vereinbarung &#8211; gleichg\u00fcltig wie Sie es nennen m\u00f6chten.<\/p>\n<p>Wenn Ihr Ehepartner Ihnen anbietet: &#8222;Ich koch Dir Dein Lieblingsessen, wenn Du mir heut Abend die F\u00fc\u00dfe massierst&#8220; und Sie nehmen an, dann schuldet Ihnen Ihr Partner einmal Lieblingsessen und Sie ihm danach einmal F\u00fc\u00dfe massieren. Das ist der Deal.<br \/>\nUmgekehrt haben Sie einmal Lieblingsessen gut und Ihr Partner einmal F\u00fcsse massieren. Es sind Schulden und Guthaben entstanden, in dem Moment, in dem Sie beide sich geeinigt haben.<\/p>\n<p>Werden sich freie Handelspartner einig, dann sind die &#8222;Tauschwerte&#8220; (Lieblingsessen und Fu\u00dfmassage) in diesem Moment f\u00fcr die beiden gleich bewertet.<br \/>\nBis zur Lieferung, haben nun beide Seiten etwas gut und umgekehrt schulden beide Seiten etwas.<br \/>\nUnd die Guthaben und die Schulden haben exakt den gleichen Wert (f\u00fcr die Handelspartner zumindest, denn darauf haben sie sich ja geeinigt).<\/p>\n<p>Wenn sie sich nicht auf ihr Ged\u00e4chtnis verlassen, sondern 2 Zettel schreiben, die die Werte beschreiben (z.B. Essen kochen und F\u00fc\u00dfe massieren), dann haben sie eine (zugegeben etwas merkw\u00fcrdige) Art von &#8222;Geld&#8220; geschaffen.<br \/>\nUnd dieses &#8218;Geld&#8216; oder besser die &#8218;Schuldscheine&#8216; repr\u00e4sentieren gleichzeitig Schulden und Guthaben.<\/p>\n<p>Den Zettel &#8222;F\u00fcsse massieren&#8220; erh\u00e4lt Ihr Partner und er bedeutet f\u00fcr Sie, dass sie ranm\u00fcssen &#8211; Ihr Partner hat was bei Ihnen gut.<br \/>\nDen Zettel &#8222;Essen kochen&#8220; bekommen Sie und er bedeutet, dass sie das was draufsteht gut haben und Ihr Partner muss ran &#8211; an den Herd, in diesem Fall. . .<\/p>\n<p>Wenn Sie sich Ihren Zettel so anschauen k\u00f6nnten Sie sagen: &#8222;Der Zettel ist mein Guthaben&#8220;.<br \/>\nAber haben Sie sich jemals die Speisekarte in einem Restaurant angesehen und diese f\u00fcr das Essen gehalten?<br \/>\nIch vermute nicht.<br \/>\nDas klingt lustig &#8211; ist aber entscheidend. Machen Sie sich das v\u00f6llig klar &#8211; denn wenn Sie einen Moment dar\u00fcber nachdenken: Beim Geld machen wir diesen Fehler andauernd! (Aber ich will nicht vorgreifen. . . )<br \/>\nNoch mal zur\u00fcck zu den Zetteln:<br \/>\nSie stellen sowohl dar, was einer schuldet, als auch was ein anderer gut hat.<br \/>\nAuf dem Zettel steht nicht wer wem die aufgedruckte T\u00e4tigkeit schuldet, oder wer Kochen oder F\u00fcsse massieren gut hat. Wer den Zettel gerade besitzt kann es beim anderen einl\u00f6sen. Also lassen Sie sich ihren Zettel ja nicht von Ihrem Partner klauen, sonst m\u00fcssen Sie massieren und kochen. . .<br \/>\nWenn Sie es (aus irgendwelchen Gr\u00fcnden) nicht schaffen, diesen Zettel nicht als Ihr Guthaben zu betrachten, dann machen Sie sich wenigstens klar, dass eben dieser Zettel f\u00fcr Ihren Partner eine Schuld darstellt.<\/p>\n<p>Nun aber weg von der Zettelwirtschaft. . .<\/p>\n<p>Geld entsteht, wenn der Staat irgendwelche Zettel oder M\u00fcnzen &#8222;Geld&#8220; nennt und die Verwendung rechtlich verpflichtend macht, aber es \u00e4ndert rein gar nichts am Prinzip von Schulden und Guthaben und wie sie immer gleichzeitig in gleicher H\u00f6he entstehen und vergehen!<br \/>\nSo einfach das ist, so schwer f\u00e4llt es den meisten Menschen das wirklich ernsthaft zu glauben. . .<\/p>\n<h2>Das Problem mit dem Geld<\/h2>\n<p>Schulden und Guthaben sind immer gleich gro\u00df und l\u00f6schen sich gegenseitig aus.<br \/>\nDiese Erkenntnis geht jedoch regelm\u00e4\u00dfig verloren, wenn wir (\u00e4hnlich dem Restaurantbesucher, der die Speisekarte mit dem Essen verwechselt) Geld mit Guthaben verwechseln.<\/p>\n<p>Geld ist kein Guthaben! Guthaben ist meine Beziehung zu einem Geldbetrag, der auf einem Zettel oder auf meinem Kontoauszug steht. Schulden sind auch kein Geld. Schulden sind meine Beziehung zu einem Geldbetrag auf meinem Konto, oder bei meinem Nachbarn, der mir vielleicht\u00a0 letzten Monat 10\u20ac geliehen hat.<br \/>\nWas den Betrag auf einem Geldschein zu meinem Guthaben macht, ist die gerne \u00fcbersehene Tatsache, dass er in meinem Besitz ist. Leihen Sie sich mal von Ihrem Nachbarn 10 \u20ac. Dieser Betrag ist nun exakt Ihre Schuld bei Ihrem Nachbarn und das bleibt auch so, obwohl Sie den Schein nun in H\u00e4nden halten.<\/p>\n<p>Schulden wir jemandem einen Betrag, dann hat er genau den gleichen Betrag bei uns gut. Es kann nicht anders sein, Guthaben und Schulden beziehen sich auf den gleichen Betrag. Sie sind identisch, nur der eine muss den Betrag hergeben, der andere bekommt ihn.<br \/>\nDies wird jedoch regelm\u00e4ssig und stur ignoriert und am Ende komplett &#8222;vergessen&#8220;.<br \/>\nEs wird aus mehreren Gr\u00fcnden so leicht vergessen, z.B. weil jeder einzelne mehr Schulden als Guthaben haben kann. Die Gleichheit der Summe aller Schulden und aller Guthaben mit unterschiedlichem Vorzeichen (oder anders formuliert, dass die Summe aller Guthaben und Schulden immer exakt gleich Null ist), entspricht nicht unserer pers\u00f6nlichen Erfahrung. Statt dessen erleben wir jeden Tag, dass Schulden schlecht sind und Guthaben prima. Wir vergessen also leicht, dass das eine die notwendige Bedingung f\u00fcr das andere ist, dass das eine ohne das andere schlicht nicht existieren kann.<\/p>\n<p>Und dies ist einer der gr\u00f6\u00dften Fehler in unserem Bildungssystem, der dazu f\u00fchrt, dass wir unser Wirtschaftssystem nicht verstehen. Und das betrifft traurigerweise sowohl hochintelligente Wissenschaftler als auch eher durchschnittlich finanziell begabte Normalb\u00fcrger.<br \/>\nDas kann man kaum glauben, aber nichts ist stabiler, als unsere Vorurteile, die sich aus unseren eigenen t\u00e4glichen Erfahrungen speisen.<br \/>\nDen Geldschein in unserer Hand nehmen wir (zu unrecht) als Guthaben wahr &#8211; dabei stellt er nur einen Betrag dar, der f\u00fcr uns und jemand anderen Schuld bzw. Guthaben darstellt und vice versa.<\/p>\n<p>Wenn wir mit dem Geldschein nicht handeln, sondern ihn an die Wand nageln, oder ihn verbrennen, dann werden wir niemals etwas daf\u00fcr bekommen. Dann haben wir auch nix gut. Wenn man nix daf\u00fcr bekommt hat man auch kein Guthaben. Und niemand schuldet uns etwas f\u00fcr diesen Geldschein, wenn wir ihn nicht gegen etwas eintauschen. Klingt trivial &#8211; ist es auch &#8211; will aber trotzdem kaum jemand wahr haben. . .<\/p>\n<p>Und die, die es verstanden haben, erkl\u00e4ren es so kompliziert, dass es die meisten nicht verstehen.<br \/>\nIch habe jedenfalls eine gef\u00fchlte halbe Ewigkeit gebraucht, um es zu verstehen.<br \/>\nUnd jetzt k\u00e4mpfe ich damit es anderen zu erkl\u00e4ren . . .<\/p>\n<h2>Handel im Alltag<\/h2>\n<p>Sie gehen mit einem Geldschein zum B\u00e4cker und t\u00e4tigen einen Handel. &#8222;Bitte 20 Br\u00f6tchen&#8220;. Der B\u00e4cker wirft Sie nicht raus, sondern akzeptiert ihr Angebot. (\u00dcblicherweise sagen wir Sie akzeptieren sein Angebot, aber \u00e4ndert das etwas wesentliches?) Nun schuldet er Ihnen 20 Br\u00f6tchen und Sie schulden Ihm den Geldschein. Sie haben 20 Br\u00f6tchen bei Ihm gut und er hat den Geldschein gut. Wenn Sie die B\u00e4ckerei (mit 20 Br\u00f6tchen und einem Geldschein weniger in der Tasche) verlassen, haben sich Schulden und Guthaben aufgel\u00f6st. Der Geldschein ist nun beim B\u00e4cker und er kann damit einen anderen Handel abschlie\u00dfen und Schulden und Guthaben in gleicher H\u00f6he erzeugen und bei Lieferung wieder vernichten.<\/p>\n<p>Geld erleichtert den Handel &#8211; es \u00e4ndert aber nichts daran, dass Schulden und Guthaben immer nur gemeinsam entstehen und vergehen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Schulden und Guthaben sind recht abstrakte Begriffe. Wenn Ihnen jemand ein Br\u00f6tchen leiht, dann schulden Sie ihm die R\u00fcckgabe. Wenn Sie es verspeisen, wird er kaum akzeptieren da\u00df nun seine Beziehung zum Br\u00f6tchen erloschen sei, weil es ja weg ist. . . Nat\u00fcrlich bleibt Ihre Schuld und sein Guthaben (er hat ja bei Ihnen noch was gut &#8211; eigentlich das Br\u00f6tchen, aber jetzt wenigstens etwas von gleichem Wert als Ausgleich) also unabh\u00e4ngig davon wie sie entstanden ist, bis zur &#8218;R\u00fcckzahlung&#8216; erhalten.<\/p>\n<p>Weil unsere Vorurteile so stabil sind, kostet es M\u00fche und Anstrengung sie abzubauen. Und dann ist es auch noch ein etwas sperriges und ungew\u00f6hnliches Thema. Aber ich will hier einen Anfang machen &#8211; wohl wissend, dass die meisten das nicht ohne weiteres akzeptieren werden. Ich habe selbst viel zu lange gebraucht, es wirklich richtig zu verstehen. Das ist peinlich, wenn einem die Einfachheit der Sache dann endlich klar ist. . .<br \/>\nWichtiger ist es die Tragweite dieses merkw\u00fcrdig anmutenden Themas zu verstehen.<br \/>\nDie wird massiv untersch\u00e4tzt!<\/p>\n<h2>Folgerungen<\/h2>\n<p>Was ich damit meine (und mit der Hartn\u00e4ckigkeit unserer Vorurteile) wird vermutlich schnell klarer, wenn wir das Gesagte auch nur auf ganz wenige konkrete Beispiele anwenden.<\/p>\n<p>Also los:<\/p>\n<ul>\n<li>Wenn ich einen 10 \u20ac Schein habe, kann ich mir wahlweise beim B\u00e4cker, Metzger oder sonst einem in der Gesellschaft, Waren oder Dienstleistungen in H\u00f6he eines Wertes von 10 \u20ac &#8222;einhandeln&#8220;.<br \/>\nD.h. irgendjemand schuldet mir potenziell Waren oder Dienstleistungen im Wert von 10 \u20ac.<br \/>\nDiese Schulden existieren aber nur potenziell. Verbrenne ich die 10 \u20ac, dann sind diese potenziellen Schulden im exakt gleichen Moment genauso verschwunden, wie mein (ebenfalls nur potenziell vorhandenes) Guthaben in H\u00f6he von 10 \u20ac.<br \/>\nVerbrenne ich den 10 \u20ac Schein, dann verschwindet sowohl meine M\u00f6glichkeit mir ein Guthaben von 10 \u20ac &#8222;einzuhandeln&#8220;, als auch unmittelbar die M\u00f6glichkeit jemanden zum Schuldner in H\u00f6he von 10\u20ac zu machen.<br \/>\nMan k\u00f6nnte es auch so formulieren:<br \/>\nAuf &#8222;meiner&#8220; Seite des 10 \u20ac Scheins steht sozusagen: &#8222;Hierf\u00fcr kannst Du Waren oder Dienstleistungen im Wert von 10 \u20ac einfordern.&#8220;<br \/>\nAuf der anderen Seite steht die Botschaft f\u00fcr meinen Handelspartner: &#8222;Du schuldest Waren, Dienstleistungen oder andere Geldscheine im Wert von 10 \u20ac, wenn Du diesen Geldschein in Deinen Besitz bekommen m\u00f6chtest.&#8220;<br \/>\nBl\u00f6d, dass das nicht wirklich drauf steht und wir das nicht in der Schule lernen, sonst w\u00fcrde es vermutlich jeder verstehen . . .<\/li>\n<li>Wenn ich die 10 \u20ac auf\u00b4s Konto einzahle, dann ist es ein positiver Betrag auf meinem Konto.<br \/>\nOffensichtlich ein Guthaben f\u00fcr mich.<br \/>\nDem m\u00fcssen irgendwo auf der Welt 10 \u20ac Miese gegen\u00fcberstehen. K\u00f6nnen Sie mir sagen wo? Bei meiner Bank. Die schuldet mir 10 \u20ac, wenn ich komme, um den Betrag abzuheben.<br \/>\nX \u20ac Guthaben sind immer exakt X \u20ac Schulden f\u00fcr jemand anderen.<br \/>\nWenn mir niemand etwas schuldet, hab\u00b4 ich auch nirgendwo was gut.<\/li>\n<li>Wenn unsere Wirtschaft wachsen soll, dann bedeutet das, dass etwas entstehen soll, das vorher nicht da war, oder etwas geleistet wurde, das vorher nicht geleistet wurde.<br \/>\nIn diesem Prozess entstehen Gewinne, die ohne das Wachstum nicht entstanden w\u00e4ren.<br \/>\nGewinne lassen sich in unserem Wirtschaftssystem in Geldbetr\u00e4gen ausdr\u00fccken. Sind also als Guthaben auf Bankkonten darstellbar.<br \/>\nAlso sind auch neue Schulden in gleicher H\u00f6he entstanden. (Die Bank schuldet die R\u00fcckgabe des eingezahlten)<br \/>\nOhne neue Schulden keine neuen Guthaben.<br \/>\nOhne Schulden keine Gewinne. Haben Sie sich das jemals klar gemacht?<br \/>\nWenn Sie jemanden jammern h\u00f6ren, dass es immer mehr Schulden auf der Welt gibt, haben Sie jemals nachgefragt warum er sich nicht freut, dass es immer mehr Guthaben auf der Welt gibt?<br \/>\nDass nun m\u00f6glicherweise etwas gewachsen sein k\u00f6nnte, dass vorher nicht da war? (Auch wenn da manchmal nur eine Spekulationsblase gewachsen ist, wenn sie platzt, verschwindet nicht nur Guthaben, sondern auch Schulden in gleicher H\u00f6he oder zumindest werden Schulden und Guthaben neu verteilt)<\/li>\n<li>Wenn Angela Merkel sagt: &#8222;Wir wachsen ohne Schulden&#8220; dann ist das logischer Unsinn.<br \/>\nWachstum bedeutet irgend jemand hat neue Gewinne gemacht, also m\u00fcssen neue Schulden entstanden sein.<br \/>\nWenn sie meint, dass wir ohne Schulden bei uns, also durch die Schulden des Auslands wachsen, dann ist es richtig. Aber dann verdanken wir unser Wachstum der Bereitschaft des Auslands sich bei uns zu verschulden. Das hat sie nach meiner Kenntnis noch nie gesagt. Statt dessen empfiehlt sie dem Ausland zu sparen. Das geht jedoch nur, wenn wir weniger wachsen, oder jemand von uns sich st\u00e4rker verschuldet. Wenn man das aber nicht dazu sagt und nicht erkennt, dass das Ausland nicht sparen kann, wenn wir nicht weniger Gewinn machen, dann hat man den einfachsten Zusammenhang von Schulden und Guthaben nicht verstanden.<br \/>\nWenn sie nur meinte, dass wir ohne neue deutsche Staatsschulden wachsen, dann sollte sie es vielleicht auch so sagen. . . Aber es ist ja auch nicht klar wer mit &#8218;Wir&#8216; gemeint ist. Der Staat sicher nicht, der hat je keine neuen Guthaben angeh\u00e4uft. Ganz Deutschland auch nicht, denn es sind ja auch Leute \u00e4rmer geworden. In Summe ist Deutschland tats\u00e4chlich reicher geworden, und in Summe liegt die Gegenbuchung im Ausland. Und die Summe des Wachstums (wem auch immer die gewachsenen Fr\u00fcchte geh\u00f6ren), ist mit absolut logischer Sicherheit identisch mit der Summe der Schulden des Auslands bei &#8218;uns&#8216;, wenn es denn stimmt, dass wir ohne eigene Schulden gewachsen sind. . .<\/li>\n<li>Wenn wir dem verschuldeten Ausland (wie z.B. Griechenland, oder den Entwicklungsl\u00e4ndern), gelegentlich Schulden erlassen, vergessen wir regelm\u00e4\u00dfig dazu zu sagen, wessen Guthaben wir dabei streichen.<br \/>\nDie Fairness und die Logik verlangen aber von uns das dazu zu sagen.<\/li>\n<li>Wenn Sie ein Haus finanzieren, gibt Ihnen die Bank einen Kredit. D.h. Sie bekommen Geld und bei der Bank steht der gleiche Betrag auf Ihrem Konto mit negativem Vorzeichen &#8211; Sie haben die Schulden, die Bank hat den Betrag bei Ihnen Gut &#8211; die Bank hat Guthaben. (Verwechseln Sie das Geld, das Sie bekommen haben nicht mit dem Guthaben, das den Schulden gegen\u00fcber steht.)<br \/>\nMit dem Geld kaufen Sie sich Ihr Haus (Ja, die Geldmenge ist gerade gewachsen und das bedeutet es gibt mehr Guthaben und mehr Schulden und es wird ein Haus gebaut, das vorher nicht da war &#8211; es wird ein Wert geschaffen!). Sie erzeugen durch den Handel mit dem Verk\u00e4ufer kurzfristig Guthaben und Schulden, die sich nach dem Eintrag in\u00b4s Grundbuch wieder aufl\u00f6sen. Davon unabh\u00e4ngig besteht Ihr Schuldverh\u00e4ltnis zur Bank weiter. (Und das Guthabenverh\u00e4ltnis Ihrer Bank zu Ihnen &#8211; die Bank hat bei Ihnen den Kreditwert gut)<br \/>\nW\u00e4re der Verk\u00e4ufer des Hauses Ihr Arbeitgeber, w\u00fcrde er Ihnen im Lauf der Zeit das Geld das er bekommen hat als Lohn wieder auszahlen und Sie zahlen damit Ihre Schulden bei der Bank. Der Kreislauf ist geschlossen. Zu keinem Zeitpunkt waren Schulden und Guthaben jemals unterschiedlich hoch.<\/li>\n<li>Zinsen und Geldmenge &#8211; noch viel zum Nachdenken. . .<\/li>\n<li>Staatsschulden &#8211; auch noch ein Thema f\u00fcr sich. . .<br \/>\nAber sicher kein Thema bei dem man vergessen darf wer das entsprechende Guthaben besitzt.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Wenn Sie sich \u00fcber die Identit\u00e4t von Guthaben und Schulden wissenschaftlich exakter informieren wollen, dann befassen Sie sich z.B. mal mit der <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Saldenmechanik\">Saldenmechanik<\/a>.<\/p>\n<p>F\u00fcr meinen Teil belass\u00b4 ich es bei diesen herausfordernden Anregungen. . .<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dieser &#8222;Artikel&#8220; ist der Versuch auch Menschen ohne wirtschaftswissenschaftlichen Hintergrund die Tatsache bewusst zu machen, dass die Summe aller Schulden + der Summe aller Guthaben auf der Welt immer exakt gleich Null ist. 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